Die Lehrgangsinhalte umfassen folgende Themen:

1. Persönlichkeitsbildung

Zu Beginn des Zertifikatslehrganges erarbeiten die TeilnehmerInnen ihre eigenen persönlichen und betrieblichen Ziele für die Umsetzung der tiergestützten Arbeit am Hof. Sie entwickeln eine Perspektive wie sie die tiergestützte Arbeit konkret umsetzen können.

 

 

2. Grundlagen tiergestützter Arbeit am Bauernhof

Neben den Hintergründen der Mensch-Tier-Beziehung und der Ethik in der tiergestützten Arbeit mit landwirtschaftlichen Nutztieren, wird der langjährige Projekthintergrund, welcher den wissenschaftlichen Wirkungsnachweis von landwirtschaftlichen Nutztieren in Pädagogik und Therapie, eine Bedarfsanalyse, den Aufbau von Pilotbetrieben und die Entwicklung des Lehrgangs beinhaltet, präsentiert.

 

 

3. Handlungsfelder für die tiergestützte Arbeit und Basiswissen zu den KlientInnen-Zielgruppen

Typische Verhaltensweisen und Krankheitsbilder diverser KlientInnengruppen (Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten,  Kinder mit Lernschwierigkeiten oder sozialen Problemen, Menschen mit psychischen Erkrankungen und psychosomatischen Problemen, SeniorInnen) werden gelehrt und die TeilnehmerInnen werden zu einem fachgerechten Umgang mit den Bedürfnissen der KlientInnen angeleitet. Hierfür bilden Grundlagen der Pädagogik und Psychologie ein solides Fundament.

 

 

4. Artgemäße Nutztierhaltung, Tiergesundheit

Die LehrgangsteilnehmerInnen erwerben Kenntnisse über artgerechte Nutztierhaltung, Kenntnisse zur Nutztierethologie der Tierarten Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Pferd, Esel, Geflügel, Kaninchen und Neuweltkameliden (Lamas, Alpakas). Richtige Ernährung der Nutztiere und andere Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Tiere werden besprochen.

 

 

5. Betriebliche Voraussetzungen

Sowohl persönliche und familiäre Voraussetzungen, wie rechtliche Rahmenbedingungen, stallbauliche Anforderungen an den Hof, als auch die Sicherheit am Bauernhof werden in diesem Modul behandelt.

 

 

6. Auswahl und Training von Nutztieren

Die Lerntheorie Tiertraining behandelt die Definition von Lernen und Verhalten beim Tier, emotionale Abläufe beim Tiertraining und den schrittweisen Aufbau des Trainings. Es kommen ausschließlich Trainingsmethoden, die auf positiver Verstärkung basieren, zur Anwendung. Die LehrgangsteilnehmerInnen lernen Stresssignale der einzelnen Nutztierarten zu erkennen und deren Ausdrucksverhalten richtig zu deuten.

 

 

7. Lehrpraxis Tiergestütze Arbeit mit KlientInnen, Evaluierung der tiergestützten Einheiten

Die Inhalte der Lehrpraxis reichen vom didaktischen Aufbau einer tiergestützten Einheit, über die Festlegung pädagogischer und therapeutischer Ziele bis hin zu methodischen Kenntnissen in Bezug auf die Interaktion zwischen PädagogIn/TherapeutIn, Nutztier und KlientIn.
Die TeilnehmerInnen haben die Gelegenheit bei der praktischen Arbeit mit unterschiedlichen KlienteInnenzielgruppen direkt auf den Betrieben dabei zu sein. Nach Absolvierung dieses Moduls sollen die Teilnehmer in der Lage sein tiergestützte Einheiten effizient zu dokumentieren und zu evaluieren!

 

 

8. Unternehmensführung, Betriebswirtschaft und Marketing

Durch das Anbieten von tiergestützten Tätigkeiten am Hof sollen die LandwirtInnen ein lukratives Einkommen erwirtschaften können. Die Grundlagen für erfolgreichen Kundenkontakt, Arbeitsplanung, Preispolitik und Einkommensberechnung werden in diesem Modul vermittelt.

 

 

9. Zertifizierung

Um eine hohe Qualität der angebotenen tiergestützten Arbeit zu gewährleisten, ist das Ziel der Ausbildung die Zertifzierung des Betriebes, der Nutztiere, des/der BetriebsleiterIn und  seines Teampartners. Sämtliche Kriterien die dafür notwendig sind, werden im Lehrgang vermittelt. Im Rahmen einer Demozertifzierung wird der Ablauf einer Betriebszertifizierung praktisch veranschaulicht!

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