Positive Wirkungen der Bauernhoftiere und des Bauernhofes

allgemeine Wirkung der Bauernhoftiere

Die allgemeine Wirkung der Tiere am Bauernhof


Tiere werten nicht und nehmen jeden so an wie er/sie ist. Diese vorurteilfreie Begegnung dem Menschen gegenüber ermöglicht es vielen KlientInnen dem Tier zu vertrauen, sich mithilfe des Tieres mit der eigenen Problematik auseinanderzusetzen und dadurch Verhaltensveränderungen in Gang zu bringen.


Ein sehr wertvoller Aspekt, den Tiere in die tiergestützte Arbeit einbringen, ist, dass sie Gefühle und Verhalten von KlientInnen spiegeln können. Gibt z.B. eine Patientin, die unter einer Angststörung leidet, einem Therapiepferd das Signal, ein paar Schritte von ihr weg und rückwärts zu gehen und kommt das Pferd dieser Aufforderung nicht nach, sondern bleibt bei der Patientin „picken“, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Patientin schwer in der Lage ist, sich im Leben ihren nötigen Raum zu nehmen.

 

Zusätzlich zur natürlichen Fähigkeit der Tiere Verhalten von KlientInnen zu spiegeln, ist es wichtig, die Tiere auszubilden und ihnen unterschiedlichste Lektionen beizubringen. Ein autistischer

Klient beispielsweise kann bei einem Therapieschaf, das gelernt hat, für längere Zeit geduldig stehen zu bleiben, sehr behutsam und langsam soziale Kontaktaufnahme lernen. Es würde keinen Sinn machen, wenn das Tier dem Klienten ausschließlich seine Kontaktunwilligkeit spiegeln und permanent die Flucht ergreifen würde.

 

Die vom ÖKL durchgeführten Studien haben gezeigt, dass Nutztiere im therapeutischen bzw. pädagogischen Prozess Verhaltensextreme von KlientInnen wieder in Balance bringen - hyperaktive Kinder beispielsweise wurden ruhiger und zurückgezogene KlientInnen fingen an aus sich heraus zu gehen und vermehrt soziale Kontakte zu knüpfen.


Im Rahmen der Wirkungsstudien des ÖKL wurden positive Effekte von Nutztieren auf Menschen mit besonderen Bedürfnissen und auf verhaltensauffällige Kinder untersucht. Dabei wurden 26 verschiedene Verhaltensparameter erhoben, Videoanalysen gemacht und eine statistische und qualitative Auswertung mit Prof Kotrschal (Wissenschaftler des Jahres 2010) von der Konrad Lorenz Forschungsstelle Grünau durchgeführt.

 

Folgende positive Wirkungen von Nutztieren konnten nachgewiesen werden:

Hier finden Sie die Studie vom THERAPUETIC JOURNAL; Herausgeber  Joe Sempik, aus dem Jahre 2007 zum Thema: die Wirkung von Ziegen auf gehörlose und mehrfach behinderte Menschen. Diese Studie liegt leider nur in Englisch auf.

  • 1. Ganzheitliche Sinneswahrnehmung durch Bauernhofumfeld und natürliche Abläufe
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  • 2. Verantwortung übernehmen
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  • 3. Verbesserte Kommunikation durch Körpersprache   
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  • 4. Emotionen, Beziehung und Motivation 
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  • 5. Spezifische therapeutische und pädagogische Wirkungen  
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Lebensministerium07-13

 

 

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