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Artgerechte Tierhaltung

Artgerechte Tierhaltung-glückliches Schwein

Nutztiere, die erfolgreich in Pädagogik, Therapie oder sozialer Arbeit eingesetzt werden,  müssen glückliche Tiere sein!!


Sie können ihre Aufgabe nur dann richtig erfüllen, wenn sie optimale Haltungs- und Aufzuchtbedingungen haben und wenn der Umgang mit ihnen freundlich und ruhig ist. Die meisten Tiere sind einer Doppelbelastung ausgesetzt, weil sie einerseits ihre Leistung im landwirtschaftlichen Produktionsprozess und andererseits körperliche und emotionale Leistung im Rahmen der Pädagogik, Therapie und sozialen Arbeit erbringen.

ÖKL-zertifizierte Betriebe halten folgende Vorschriften ein, die von den StallbauberaterInnen der Landwirtschaftskammern überprüft werden:

 

  • Die Haltung der Tiere entspricht der EU Bio-Richtlinie. Diese sieht beispielsweise ein großzügiges Raumangebot in Stall und Auslauf, ein gesundes Stallklima, bequeme Ruheplätze, adäquate Beschäftigungsmöglichkeiten (z.B. Stroheinstreu bei Zuchtschweinen) und die Möglichkeit Komfortverhalten auszuüben, vor.
  • Darüber hinaus ist die  Anbindehaltung von Tieren verboten.
  • Die Einzelhaltung von Tieren ist in der Regel verboten. Vorübergehend ist Einzeltierhaltung aus notwendigen gesundheitlichen Gründen erlaubt (Quarantäne, Separation vor der Geburt, Schutz vor Verletzungen, Unverträglichkeit mit Artgenossen).

 

Artgerechte Haltung stellt auch einen wichtigen Sicherheitsaspekt dar. Tiere, die ihren Ansprüchen gemäß gehalten werden und mit denen ruhig umgegangen wird, legen in der Regel selbst ein ruhiges bzw. ausgeglichenes Verhalten an den Tag. Dies erhöht die Sicherheit für alle Beteiligten.


Die artgerechten Haltungsbedingungen müssen für den gesamten Tierbestand des Betriebes erfüllt werden, nicht nur für jene Tiere, die im tiergestützten Einsatz stehen.

 

Platz zum Bewegen in nat%ue%rlicher Umgebung

 

Kontakt zu Artgenossen, großzügiger Auslauf und Weidemöglichkeit sind eine optimale Ergänzung zur tiergestützten Arbeit für die Tiere und halten sie gesund.

Ziege mit Junge

Therapieziege Lisa hat eine sehr ereignisreiche Woche: zweimal täglich wird sie gemolken, an einem Therapietag  kommt ein autistischer Bub, der sich um ihren Hals hängt, einige Minuten schreit wie am Spieß, dann entspannt lächelt, an einem anderen Therapietag kommt eine Gruppe verhaltensauffälliger Jugendlicher, welche mit Lisa ein Ziegentrekking veranstalten, wo sie auf Wiesenwegen geführt wird, einen kleinen Bach durchqueren und im Wald auf Baumstämmen und steilen Böschungen ihre Kletterkünste unter Beweis stellen muss. Selbstverständlich wollen die Jugendlichen Lisa auch streicheln.

 

Gesundheit der Tiere

 

Sehr wichtig ist natürlich, dass die Tiere gesund sind und auf keinen Fall unter Zoonosen (auf den Menschen übertragbare Krankheiten) leiden. Der Tierarzt/die Tierärztin des Betriebes stellt eine Bestätigung über den Gesundheitszustand der Nutztiere aus. Nutztiere, welche in der tiergestützten Arbeit eingesetzt werden, müssen sich körperlich und psychisch wohl fühlen.

 

 

Foerderleiste_2018

Österreichisches Kuratorium f. Landtechnik und Landentwicklung   A-1040 Wien, Gußhausstraße 6/1

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